„Literatur und Literaturwissenschaft –
die Differenz zwischen ihnen ist Trug“

(Paul de Man)

Lyrik und Prosa –
Literaturwissenschaft

Wie werden Webseiten gewoben, wollen wagnergleich wortwallend Sie wissen? Fast alle Alliterationen außen vor lassend: Von selbst entstand diese Seite nicht. Da wurde Bestehendes analysiert, ein neues Konzept erdacht, gelayoutet, CMS programmiert, das Redaktionssystem mit dem Layout zusammengeführt, Inhalte eingearbeitet, da wurde getestet (auf unterschiedlichen Browsern) und korrigiert und optimiert (ich sage nur: Keywords, ich sage nur: Metadescription, ich sage nur: Google Ranking) und schließlich dem Autor (also mir) gesagt: Schreibe er doch einen Text für die Landingpage, schreibe er doch etwas Lustiges, etwas seinem Stil entsprechendes (Alliterationen, dachte ich mir, Assoziationen, dachte ich mir, Klammern im Fließtext, dachte ich mir). Vielleicht auch etwas mit vielen guten Suchwörtern, wie Lyrik, Literatur oder Prosa, wie Gedicht oder Literaturwissenschaft oder Poesie. Ob mir dies gelungen ist wollen Sie wissen? Urteilen Sie selbst. Vor allem aber: Bleiben Sie doch noch ein www-Weilchen!

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Verschenkter Rat: Behüte Haus und Haut – Ilse Aichinger und Elfriede Gerstl, 28.10., 17.00-21.00 Uhr, Depot, Wien

Ilse Aichinger und Elfriede Gerstl stehen im Mittelpunkt dieses Abends. Nach einem Einführungsvortrag der Germanistin Susanne Hochreiter werden fünf Poet*innen literarisch auf das lyrische Werk der beiden Autorinnen antworten: Peter Clar, Martin Fritz, Markus Köhle, Mieze Medusa und Anna-Lena Obermoser. Durch den Abend führt Anna Babka.

Am 28.10., 17.00-21.00 Uhr, Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Der Eintritt ist frei, bezüglich Covid-19 gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Um Anmeldung wird gebeten unter peter.clar@univie.ac.at

Eine Veranstaltung in Kooperation mit AKA/Arbeitskreis Kulturanalyse. Danke für die Unterstützung dem Kulturbezirk Neubau, der MA7-Literatur und dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst

Mehr Informationen und den Link zum Livestream finden Sie: hier

Ayurvedafeber und Meeresleuchten, 4.11., 19.00 Uhr, Conditorei Froemmel's, Wien

Von Neu-Delhi bis Bad Ischl, von Gandhi und Dohnal, von Satan und Feta, von Grillengeschrei und Zwergwieselkämpfen. Band VII und VIII der Korrespondenzpoesie entführen in den Februar und August 2020.  Peter Clar und Markus Köhle schreiben sich täglich 12-zeilige Gedichte, die vor Mitternacht ankommen müssen und nicht mehr redigiert werden. Das ergibt einen direkten Austausch, der die jeweilige Welt- und Lebenssituation beleuchtet, persönliche Einblicke gewährt, Alltagsfreuden und -wehwehchen offenbart und so mehr als eine Monatsnachlese in 2x12x29/32-Zeilen ist.

In der Conditorei Froemmel’s, Zieglergasse 70, 1070 Wien.
Um Anmeldung wird gebeten unter peter.clar@univie.ac.at

Auszeichnung für Poesiegalerie

Die von Udo Kawasser initiierte und von diesem, Monika Vasik und Peter Clar geführte Poesiegalerie erhält den mit 10.000 Euro dotierten Alexander-Sacher-Masoch-Preis. In der Begründung heißt der Jury heißt es dazu: „Die Poesiegalerie stellt sich der Aufgabe, die österreichische Lyrik und ihre Verfasserinnen und Verfasser mit literarischen Beispielen zu präsentieren. Sie tut dies mit zahlreichen zusätzlichen Initiativen wie z.B. dem „Gedicht des Tages“ sowie einem jährlich einmal durchgeführten mehrtägigen Festival zur Vorstellung der aktuellen lyrischen Neuerscheinungen. (…) Die Alexander-Sacher-Masoch-Stiftung hofft mit ihrer Auszeichnung einen wesentlichen Beitrag zur aufmerksameren Wahrnehmung der ausgezeichneten Projekte zu leisten.“

Auszeichnung für Poesiegalerie II

Nach dem Alexander-Sacher-Masoch-Preis bekommt die von Monika Vasik, Udo Kawasser und Peter Clar begründete poesiegalerie auch noch den Alfred-Kolleritsch-Würdigungspreis! Diesen teilen wir uns mit dem slowenischen Lyriker Aleš Šteger.

Ayurvedafeber

Der Februar 2020 in 29x2x12 Zeilen / Von Neu-Delhi bis Bad Ischl / Von Lupitsch bis Thiruvananthapuram / Von Gandhi und Donhal / Von Hyaluron und Habakuk / Von Currypulver und Dosenbier / Von Wurstigkeit und Metrikticks / Von Balkan-Turbo-Pop und Karaoke / Von Tuk-Tuk-Touren und Schlangestehen / Von Powidlbuchteln und Heuschreckenlagen / Von Grillengeschrei und Zwergwieselkämpfen / Und das alles mit Postconial-Studies-geschultem Blick

Korrespondenzpoesie VII von Peter Clar und Markus Köhle, bestellbar u.a. bei SchriftStella und in jeder guten Buchhandlung.

Meeresleuchten

Der August 2020 in 31 x 2 x 12 Zeilen / Von Villach bis Vassilikos / Von Pogöriach bis Porto Roma / Vom Meeresspiegel bis 1931 m / Von Erzengeln und Babykatzen / Von Satan und Feta / Von Biolumineszenz und Rotzedern / Von Quadidioten und Autokorrektur / Von Fehlzündungen und Abgabedeadlines / Von Steckerlfischen und Dickmaulrüsslern / Und das alles mit Babyelefantenabstand / Und coronaschutzmaßnahmenkonform

Korrespondenzpoesie VIII von Peter Clar und Markus Köhle, bestellbar u.a. bei SchriftStella und in jeder guten Buchhandlung.

Was bleibt von den Fragmenten einer Sprache der Liebe?

Cover

Herausgegeben von Peter Clar und Julia Prager. Mit Beiträgen von Artur R. Boelderl, Clarissa Breu, Stefanie Diekmann, Ottmar Ette, Silke Felber, Martin A. Hainz, Bettina Lindorfer, Stephanie Marx, Angela Oster, Tanja Prokić, Sergej Seitz, Matthias Schmidt, Martin Sexl und Johannes Ungelenk.

Mehr Informationen finden Sie: hier

Ich erschreibe mir mein Leben – ich erschreibe es von Buch zu Buch

(Paul Nizon)

My life

Geboren am 9.8.1980 in Villach, Kärnten, freier Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Studium der Komparatistik, Spanisch und der Germanistik in Wien und Madrid. 2004-2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums. 2008-2012 Universitäts-Assistent in Ausbildung am Institut für Germanistik der Universität Wien, 2012 Visiting Scholar an der UC Berkeley. 2013 Mitbegründer von AKA-Arbeitskreis Kulturanalyse, seitdem im Vorstand des Vereins. Von Oktober 2015 bis September 2017 Assistenz-Professor an der Universität Danzig, Polen, vom März 2020 bis Dezember 2020 ÖAD-Lektor an der Komenius Universität, Bratislava.

Das Wort,
die Sprache

„Wie soll der Dichter die Wirklichkeit kennen, wenn sie es ist, die in ihn fährt und ihn davonreißt, immer ins Abseits.

(Elfriede Jelinek)

Literatur und Kunst

Anfänge, es sind immer die Anfänge, nämlich die hingeweinten, der Beginn des Textes noch ein wenig schwerfällig, man müsste wohl allmählich erst Tritt fassen, kann nichts mehr anderes lesen als Mayröcker, kann nicht einmal diese wenigen Zeilen anfangen ohne Mayröcker, ohne Nicht-Eigenes, dabei will ich doch mein Eigenes beschreiben, ich meine, mein eigenes Schreiben beschreiben, das aber gar nicht meines ist, das immer schon aus zweiter, aus dritter Hand ist, ich meine, da will ich mein Eigenes in wenigen Zeilen beschreiben und schreibe nichts Eigenes sondern halte mich an Vorgefundenem fest, schreibe Vorgefundenem nach, denke Vorgedachtem nach, da will ich meine eigenes Schreiben in wenige Worte fassen und komme nicht und nicht vom Fleck, drehe mich im Kreis, bin immer noch am Anfang, der nicht einmal der meine, der Beginn des Textes noch ein wenig schwerfällig, man müsste wohl allmählich erst Tritt fassen.

Die Sprache,
das Wort

Was ist Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern, Metonymien und Antropomorphismen.“

(Friedrich Nietzsche)

Wissenschaft und Forschung

Wenn es Literaturwissenschaft in einem genuinen Sinn geben solle, um als Literaturwissenschaft überhaupt Wissenschaft von der Literatur sein zu können, so Werner Hamacher, müsse sich die Wissenschaft  den Modus der Literatur aneignen, müsse sie sich jene Sprache aneignen,  die von ihrer eigenen Unlesbarkeit erzähle, dabei den Preis der Schmälerung der eigenen Wissenschaftlichkeit in Kauf nehmend, und ich nicke, und Nietzsche, dass Epikur erkannt habe, dass zur Beruhigung des Gemüts die Lösung der letzten und äußersten theoretischen Fragen gar nicht nötig sei, und ich nicke erneut. Weniger das Erreichen einer ohnehin nie haltbaren, letztgültigen Wahrheit ist das Lustvolle an der Wissenschaft, dass sich Annähern an ein momenthaftes Verstehen ist es, das permanente Umkreisen ist es, das permanente von vorne beginnen, dass sich selbst befragen, dass die eigene Unlesbarkeit erkennen und benennen ist es auch.

„Ich erschreibe mir mein Leben – ich erschreibe es von Buch zu Buch“

(Paul Nizon)

My life

Geboren am 9.8.1980 in Villach, Kärnten, freier Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Studium der Komparatistik, Spanisch und der Germanistik in Wien und Madrid. 2004-2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums. 2008-2012 Universitäts-Assistent in Ausbildung am Institut für Germanistik der Universität Wien, 2012 Visiting Scholar an der UC Berkeley. 2013 Mitbegründer von AKA-Arbeitskreis Kulturanalyse, seitdem im Vorstand des Vereins. Von Oktober 2015 bis September 2017 Assistenz-Professor an der Universität Danzig, Polen, vom März 2020 bis Dezember 2020 ÖAD-Lektor an der Komenius Universität, Bratislava.

„Wie soll der Dichter die Wirklichkeit kennen, wenn sie es ist, die in ihn fährt und ihn davonreißt, immer ins Abseits.“

(Elfriede Jelinek)

Literatur und Kunst

Anfänge, es sind immer die Anfänge, nämlich die hingeweinten, der Beginn des Textes noch ein wenig schwerfällig, man müsste wohl allmählich erst Tritt fassen, kann nichts mehr anderes lesen als Mayröcker, kann nicht einmal diese wenigen Zeilen anfangen ohne Mayröcker, ohne Nicht-Eigenes, dabei will ich doch mein Eigenes beschreiben, ich meine, mein eigenes Schreiben beschreiben, das aber gar nicht meines ist, das immer schon aus zweiter, aus dritter Hand ist, ich meine, da will ich mein Eigenes in wenigen Zeilen beschreiben und schreibe nichts Eigenes sondern halte mich an Vorgefundenem fest, schreibe Vorgefundenem nach, denke Vorgedachtem nach, da will ich meine eigenes Schreiben in wenige Worte fassen und komme nicht und nicht vom Fleck, drehe mich im Kreis, bin immer noch am Anfang, der nicht einmal der meine, der Beginn des Textes noch ein wenig schwerfällig, man müsste wohl allmählich erst Tritt fassen.

Das Wort –
die Sprache

Die Sprache –
das Wort

„Was ist Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern, Metonymien und Antropomorphismen.“

(Friedrich Nietzsche)

Wissenschaft und Forschung

Wenn es Literaturwissenschaft in einem genuinen Sinn geben solle, um als Literaturwissenschaft überhaupt Wissenschaft von der Literatur sein zu können, so Werner Hamacher, müsse sich die Wissenschaft  den Modus der Literatur aneignen, müsse sie sich jene Sprache aneignen,  die von ihrer eigenen Unlesbarkeit erzähle, dabei den Preis der Schmälerung der eigenen Wissenschaftlichkeit in Kauf nehmend, und ich nicke, und Nietzsche, dass Epikur erkannt habe, dass zur Beruhigung des Gemüts die Lösung der letzten und äußersten theoretischen Fragen gar nicht nötig sei, und ich nicke erneut. Weniger das Erreichen einer ohnehin nie haltbaren, letztgültigen Wahrheit ist das Lustvolle an der Wissenschaft, dass sich Annähern an ein momenthaftes Verstehen ist es, das permanente Umkreisen ist es, das permanente von vorne beginnen, dass sich selbst befragen, dass die eigene Unlesbarkeit erkennen und benennen ist es auch.