„Literatur und Literaturwissenschaft –
die Differenz zwischen ihnen ist Trug“

(Paul de Man)

Lyrik und Prosa –
Literaturwissenschaft

Wie werden Webseiten gewoben, wollen wagnergleich wortwallend Sie wissen? Fast alle Alliterationen außen vor lassend: Von selbst entstand diese Seite nicht. Da wurde Bestehendes analysiert, ein neues Konzept erdacht, gelayoutet, CMS programmiert, das Redaktionssystem mit dem Layout zusammengeführt, Inhalte eingearbeitet, da wurde getestet (auf unterschiedlichen Browsern) und korrigiert und optimiert (ich sage nur: Keywords, ich sage nur: Metadescription, ich sage nur: Google Ranking) und schließlich dem Autor (also mir) gesagt: Schreibe er doch einen Text für die Landingpage, schreibe er doch etwas Lustiges, etwas seinem Stil entsprechendes (Alliterationen, dachte ich mir, Assoziationen, dachte ich mir, Klammern im Fließtext, dachte ich mir). Vielleicht auch etwas mit vielen guten Suchwörtern, wie Lyrik, Literatur oder Prosa, wie Gedicht oder Literaturwissenschaft oder Poesie. Ob mir dies gelungen ist wollen Sie wissen? Urteilen Sie selbst. Vor allem aber: Bleiben Sie doch noch ein www-Weilchen!

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10.5., 19.00 Uhr, Famulus Lesung: Lyrik, Baby, Lyrik, Kaffeebar Quentin Wien

 

Lyriklesung mit Esma Ahmedi, Peter Clar und Ilse Kilic. Moderation: Alexandra Mitterer.

Am 10.5., 19:00 in der Kaffeebar Quentin, Kaiserstrasse 96, 1070 Wien

12.5., 18.00 Uhr, Depot - Kunst und Diskussion, Wien

 

präsentiert die neuesten Bände der Reihe aka|texte

Lesung von: Anna Babka, Peter Clar, Ingo Pohn-Lauggas, Marina Rauchenbacher und Matthias Schmidt

Donnerstag, 12. Mai 2022, 18–20 Uhr
Depot – Kunst und Diskussion
Breite Gasse 3, 1070 Wien

Während der Corona-Pandemie erschienen in der Reihe aka|texte gleich vier neue Bände (#8: Johan Schimanski: „Grenzungen. Versuche zu einer Poetik der Grenze“, #9: Jack Halberstam: „Trans*Positionen zu Geschlecht und Architektur“, #10: „Was bleibt von Fragmenten einer Sprache der Liebe?“ Hg. v. Peter Clar und Julia Prager, #11: Jean-Luc Nancy / Federico Ferrari: „Ikonografie des Autors“), die die Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Eva Schörkhuber nun zu einer wunderbaren Collage verbunden hat. Lasen Sie sich überraschen!

Die Veranstaltung ist frei zugänglich, wenn möglich bitten wir jedoch um Anmeldung an: marina.rauchenbacher@univie.ac.at

Alfred Döblin und Robert Musil - Essayismus, Eros und Erkenntnis

Herausgegeben von Peter Clar und Walter Fanta. Mit Beiträgen von Barbara Neymeyr, Birgit Nübel, Anne Fleig, Nicolas von Passavant, Yi Peng, Sascha Michel, Yao Pei, David Midgley, Julia Genz, Mirjana Stancic, Birthe Hoffmann, Nico Schmidtner, Artur R. Boelderl, Franziska Mader, Katharina Grätz, Linda Leskau und Norbert Christian Wolf

Mehr Informationen finden Sie: hier

Ich erschreibe mir mein Leben – ich erschreibe es von Buch zu Buch

(Paul Nizon)

My life

Geboren am 9.8.1980 in Villach, Kärnten, freier Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Studium der Komparatistik, Spanisch und der Germanistik in Wien und Madrid. 2004-2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums. 2008-2012 Universitäts-Assistent in Ausbildung am Institut für Germanistik der Universität Wien, 2012 Visiting Scholar an der UC Berkeley. 2013 Mitbegründer von AKA-Arbeitskreis Kulturanalyse, seitdem im Vorstand des Vereins. Von Oktober 2015 bis September 2017 Assistenz-Professor an der Universität Danzig, Polen, vom März 2020 bis Dezember 2020 ÖAD-Lektor an der Komenius Universität, Bratislava.

Das Wort,
die Sprache

„Wie soll der Dichter die Wirklichkeit kennen, wenn sie es ist, die in ihn fährt und ihn davonreißt, immer ins Abseits.

(Elfriede Jelinek)

Literatur und Kunst

Anfänge, es sind immer die Anfänge, nämlich die hingeweinten, der Beginn des Textes noch ein wenig schwerfällig, man müsste wohl allmählich erst Tritt fassen, kann nichts mehr anderes lesen als Mayröcker, kann nicht einmal diese wenigen Zeilen anfangen ohne Mayröcker, ohne Nicht-Eigenes, dabei will ich doch mein Eigenes beschreiben, ich meine, mein eigenes Schreiben beschreiben, das aber gar nicht meines ist, das immer schon aus zweiter, aus dritter Hand ist, ich meine, da will ich mein Eigenes in wenigen Zeilen beschreiben und schreibe nichts Eigenes sondern halte mich an Vorgefundenem fest, schreibe Vorgefundenem nach, denke Vorgedachtem nach, da will ich meine eigenes Schreiben in wenige Worte fassen und komme nicht und nicht vom Fleck, drehe mich im Kreis, bin immer noch am Anfang, der nicht einmal der meine, der Beginn des Textes noch ein wenig schwerfällig, man müsste wohl allmählich erst Tritt fassen.

Die Sprache,
das Wort

Was ist Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern, Metonymien und Antropomorphismen.“

(Friedrich Nietzsche)

Wissenschaft und Forschung

Wenn es Literaturwissenschaft in einem genuinen Sinn geben solle, um als Literaturwissenschaft überhaupt Wissenschaft von der Literatur sein zu können, so Werner Hamacher, müsse sich die Wissenschaft  den Modus der Literatur aneignen, müsse sie sich jene Sprache aneignen,  die von ihrer eigenen Unlesbarkeit erzähle, dabei den Preis der Schmälerung der eigenen Wissenschaftlichkeit in Kauf nehmend, und ich nicke, und Nietzsche, dass Epikur erkannt habe, dass zur Beruhigung des Gemüts die Lösung der letzten und äußersten theoretischen Fragen gar nicht nötig sei, und ich nicke erneut. Weniger das Erreichen einer ohnehin nie haltbaren, letztgültigen Wahrheit ist das Lustvolle an der Wissenschaft, dass sich Annähern an ein momenthaftes Verstehen ist es, das permanente Umkreisen ist es, das permanente von vorne beginnen, dass sich selbst befragen, dass die eigene Unlesbarkeit erkennen und benennen ist es auch.

„Ich erschreibe mir mein Leben – ich erschreibe es von Buch zu Buch“

(Paul Nizon)

My life

Geboren am 9.8.1980 in Villach, Kärnten, freier Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Studium der Komparatistik, Spanisch und der Germanistik in Wien und Madrid. 2004-2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums. 2008-2012 Universitäts-Assistent in Ausbildung am Institut für Germanistik der Universität Wien, 2012 Visiting Scholar an der UC Berkeley. Von Oktober 2015 bis September 2017 Assistenz-Professor an der Universität Danzig, Polen, vom März 2020 bis Dezember 2020 ÖAD-Lektor an der Komenius Universität, Bratislava, seit 1.11.2021 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des von Anna Babka geleiteten FWF-Projekts Digitales Archiv Barbara Frischmuth. Mitgründer und Vorstandsmitglied des Vereins aka – Arbeitskreis Kulturanalyse (2013) sowie seit 2018 Vorstandsmitglied des Vereins poesiegalerie, verein zur förderung der zeitgenössischen dichtkunst.

„Wie soll der Dichter die Wirklichkeit kennen, wenn sie es ist, die in ihn fährt und ihn davonreißt, immer ins Abseits.“

(Elfriede Jelinek)

Literatur und Kunst

Anfänge, es sind immer die Anfänge, nämlich die hingeweinten, der Beginn des Textes noch ein wenig schwerfällig, man müsste wohl allmählich erst Tritt fassen, kann nichts mehr anderes lesen als Mayröcker, kann nicht einmal diese wenigen Zeilen anfangen ohne Mayröcker, ohne Nicht-Eigenes, dabei will ich doch mein Eigenes beschreiben, ich meine, mein eigenes Schreiben beschreiben, das aber gar nicht meines ist, das immer schon aus zweiter, aus dritter Hand ist, ich meine, da will ich mein Eigenes in wenigen Zeilen beschreiben und schreibe nichts Eigenes sondern halte mich an Vorgefundenem fest, schreibe Vorgefundenem nach, denke Vorgedachtem nach, da will ich meine eigenes Schreiben in wenige Worte fassen und komme nicht und nicht vom Fleck, drehe mich im Kreis, bin immer noch am Anfang, der nicht einmal der meine, der Beginn des Textes noch ein wenig schwerfällig, man müsste wohl allmählich erst Tritt fassen.

Das Wort –
die Sprache

Die Sprache –
das Wort

„Was ist Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern, Metonymien und Antropomorphismen.“

(Friedrich Nietzsche)

Wissenschaft und Forschung

Wenn es Literaturwissenschaft in einem genuinen Sinn geben solle, um als Literaturwissenschaft überhaupt Wissenschaft von der Literatur sein zu können, so Werner Hamacher, müsse sich die Wissenschaft  den Modus der Literatur aneignen, müsse sie sich jene Sprache aneignen,  die von ihrer eigenen Unlesbarkeit erzähle, dabei den Preis der Schmälerung der eigenen Wissenschaftlichkeit in Kauf nehmend, und ich nicke, und Nietzsche, dass Epikur erkannt habe, dass zur Beruhigung des Gemüts die Lösung der letzten und äußersten theoretischen Fragen gar nicht nötig sei, und ich nicke erneut. Weniger das Erreichen einer ohnehin nie haltbaren, letztgültigen Wahrheit ist das Lustvolle an der Wissenschaft, dass sich Annähern an ein momenthaftes Verstehen ist es, das permanente Umkreisen ist es, das permanente von vorne beginnen, dass sich selbst befragen, dass die eigene Unlesbarkeit erkennen und benennen ist es auch.